3. Runde:

Gegen Geesthacht war eigentlich ein Sieg eingeplant, doch weiterhin ohne Heinrich und auch noch ohne Uwe traten wir wiedereinmal mit mehrfachem Ersatz an. In Geesthacht angekommen, wurde sehr schnell klar, dass unser Gegner diesmal stärker antritt, als noch die Runde zuvor.

Der Beginn war zunächst vielversprechend: Schnell erreichte ich in einem geschlossenen Sizilianer mit Weiß eine aktive Stellung. Als mein Gegner dann ein Schach mit Doppelangriff auf eine Figur übersah, war zunächst eine Qualität und nach einem weiteren Fehler sogar der ganze Turm weg, wonach es 0:1 für uns stand. Zum Zuschauen verdammt, konnte man mein Ergrauen auf dem Kopf beobachten:

Claus spielte an Brett 6 eine grausige Partie und hatte grad die einzige Möglichkeit übersehen, statt einer Figur "nur" eine Qualität zu verlieren und konnte wenig später aufgeben. Rolf hatte an Brett 8 schnell eine Figur gewonnen, jedoch hatte sein Gegner einen starken Angriff dafür. Trotzdem gab es genug Möglichkeiten sich zu verteidigen, doch wählte Rolf eine zu passive Verteidigung und konnte einige Zeit später aufgeben. Mittlerweile hatte Martyn in seiner Partie, in der er einen Bauern gewonnen hatte, zu viele Figuren getauscht, so dass ein schwieriges Endspiel vor ihm lag. Ferdinand hatte mittlerweile seine Partie in schon gewonnener Stellung nach Zeit gewonnen. Michael hatte an 4 klaren Vorteil und ich erwartete einen baldigen ganzen Punkt. Doch dann nahm an Brett 2 und 4 fast zeitgleich das Drama seinen Lauf: Mathias übersah einen Figurenverlust und Michael zog seine einzige Verteidigungsfigur zum Angriff ab und konnte nach Angriff auf Turm mit Mattdrohung zwar nach einem Schach noch den Turmverlust vermeiden, sich dann aber gegen den Angriff nicht mehr wehren. Somit hatten die Geesthachter jetzt schon 4 Punkte auf der "Uhr" und da Martyns Partie kurz danach mit Remis endete, war unsere Niederlage schon besiegelt, bevor Stefan in einer wechselvollen Partie den ganzen Punkt einfuhr.

So stehen wir jetzt mit dem Rücken zur Wand und müssen hoffen zumindest einmal in besserer Besetzung antreten zu können...

Zwischenbericht nach den ersten 2 Runden:

Waren wir in der ersten Runde gegen Bad Oldesloe noch Außenseiter, zumal wir auch nicht in Bestbesetzung antraten, so war gegen BadSchwartau eigentlich mehr zu erwarten, doch diese Saison scheint es momentan nicht so gut mit uns zu meinen:

Wenige Tage vor dem Punktspiel erfuhr ich, dass Heinrich im Krankenhaus ist und nicht spielen kann. Mathias erklärte sich dann doch bereit zu spielen - Trotzdem wieder nicht in Bestbesetzung.

Die Begegung gegen Bad Oldesloe sieht zwar auf dem Papier eindeutig aus, aber chancenlos waren wir keineswegs: Sowohl Uwe als auch Claus (Brett 3/7) hätten gewinnen können/müssen. Und Stefan lehnte noch ein Remisangebot ab, da uns dieses nicht mehr gereicht hätte und verlor am Ende durch einen Konzentrationsfehler forciert. Auch meine eigene Partie an Brett 1 mußte nicht verloren gehen, denn mein Gegner ging mit einem Quaalitätsopfer in schon besserer Stellung ein eigentlich zu hohes Risiko ein. Zunächst verteidigte ich mich vernüpftig, wurde dann aber zu ungeduldig und verlor in einer vermeintlichen Offensive eine Figur, wonach die Partie nicht mehr zu halten war. Am Ende 2 - 6 gegen uns mit kräfiger Mithilfe von unserer Seite.

Gegen Bad Schwartau war eigentlich ein klaren Sieg eingeplant, aber ohne Heinrich sah die Sache anders aus. Am Anfang sah es lange recht gut aus für uns: Alle standen recht stbil und der ein oder andere (ich eingeschlossen) hatten leichten Vorteil. Mathias bot in ausgeglichener Stellung im Mittelspiel recht früh Remis an, was sein Gegner aber ablehnte, danach schien die Konzentration nicht mehr voll da zu sein. Uwe verannte sich ein wenig am Damenflügel und mußte einen Bauern geben , um sich zu befreien. Das Endspiel war dann leider nicht zu halten. Stefans Partie war einwenig paradox: Sein Gegner stand klar aktiver und hatte etwas Angriff, doch überzog er ein wenig und mußte sich am Ende mit einem Remis zufrieden geben. Michael fuhr einen klaren Sieg ein und auch Claus konnte seinen Vorteil nach einigen Umwegen in einen vollen Punkt verwandeln. Ferdinand spielte eine risikoreiche Partie mit König in der Mitte, was sich am Ende als zu gewagt herausstellte. Martyn hätte eigentlich einen vollen Punkt verdient gehabt, da er sehr phantasievoll mit Figurenopfer den Gegnerischen König nach vorne lockte, überschritt aber leider in gewonnener Position die Zeit. Somit am Ende 3,5:4,5 verloren. Kein guter Start für uns...